Die Hauptoperateure des Endoprothesenzentrums der Maximalversorgung: Dr. Ralph Throm, Dr. Dirk Herold, Dr. Axel Kuttner, Prof. Dr. Christoph Eingartner (v.l.)

Die hohe Qualität der Versorgung mit künstlichen Gelenken im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ist jetzt erneut bestätigt erstmals mit dem Zertifikat als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet worden. Damit erfüllt das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ab 1.7.2020 die höchste Anforderungsstufe an die Kompetenz, Erfahrung und die Behandlungsprozesse, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) in einem strengen Verfahren geprüft wird.

Ziel des Prüfverfahrens durch die medizinische Fachgesellschaft DGOOC ist es, die Sicherheit für die Patienten und die Qualität der Versorgung bei der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken weiter zu erhöhen. Höchste Anforderungen werden dabei an ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung gestellt. „Wir stellen uns regelmäßig, mindestens einmal im Jahr dieser Prüfung durch die externen Fachexperten, denn wir wollen uns kontinuierlich weiterentwickeln und die Qualität unsere Therapie permanent verbessern“, betont Prof. Dr. Christoph Eingartner, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus und zugleich Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung. „Daher freuen wir uns sehr, dass die Fachgesellschaft uns nun bescheinigt hat, dass wir in der Endoprothetik in der ersten Liga spielen und bei der Versorgung unserer Patienten die höchsten Kriterien erfüllen. Maximalversorgung heißt Medizin auf dem Niveau der Universitätsklinken. So verstehen wir uns, und dafür stehen wir in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Caritas.“

Maximalversorgung heißt Endoprothetik auf dem Niveau der Universitätsklinken.

Dazu gehören zum Beispiel strukturierte Behandlungspfade, die jedem Patienten dieselben Therapieangebote durch ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Pflege, Physiotherapie und dem Sozialdienst garantieren. Alle angewandten Maßnahmen und Verfahren müssen leitliniengestützt sein und dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen. Daher ist auch die regelmäßige Aus- Fort- und Weiterbildung aller an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen erforderlich. Dazu kommt die Mitarbeit an wissenschaftlichen Studien. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erfahrung der Operateure. „Aus der aktuellen wissenschaftlichen Literatur wissen wir, dass ein Zusammenhang zwischen der Versorgungsqualität und der Anzahl der durchgeführten Operationen besteht. Kurz gesagt: Wer häufig dasselbe tut, macht es gut und erzielt zuverlässig bessere Ergebnisse“, erläutert Prof. Dr. Eingartner. „Unsere vier Hauptoperateure müssen daher jeder pro Jahr mindestens 100 Gelenkeingriffe nachweisen.“

Wer häufig dasselbe tut, macht es gut.

Dabei hat sich das Caritas-Krankenhaus in den vergangenen Jahren nicht nur auf die Primärendoprothetik spezialisiert, wenn also erstmals bei einem Patienten ein künstliches Gelenk eingesetzt werden muss. „Ein zusätzlicher Schwerpunkt im Caritas-Krankenhaus ist die sog. Wechselendoprothetik, wenn ein künstliches Gelenk ersetzt und ausgetauscht werden muss. Das kann etwa nach einem Sturz, nach einer Lockerung oder nach einer Komplikation der Fall sein“, erläutert der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Hier werden uns Patienten aus einem großen Einzugsgebiet zugewiesen, denn diese Eingriffe erfordern viel Erfahrung und spezielle Kenntnisse“.

Info: Am Dienstag, 25. August informiert Prof. Dr. Eingartner in einem Vortrag mit dem Titel „Gelenkschmerzen – Operieren oder nicht?“ über verschiedene Therapiemöglichkeiten und beantwortet Fragen der Besucher. Der Vortrag aus der Reihe „Aktuelles aus der Medizin 2020“ beginnt um 19:30 Uhr in der Wandelhalle in Bad Mergentheim.

 

Die Fränkischen Nachrichten berichten über das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung am Caritas, den Artikel finden Sie hier.

Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie können sie hier ansehen.